DUO FÜR GESANG UND KLAVIER (LIED)

Wie hebt sich der Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ von der Vielzahl an Musikwettbewerben ab, was macht ihn so einzigartig?

Dieser Wettbewerb zeichnet sich insbesondere durch die Gegenüberstellung der Musik Schuberts mit zeitgenössischen Werken aus. Wir laden Liedduos aus aller Welt ein, aus einer Fülle an Liedern ein spannendes Programm über vier Runden zusammenzustellen und diese auf höchstem künstlerischen Niveau zu präsentieren. Unsere Repertoireliste dient den Liedduos dabei als Kompass in der Welt der zeitgenössischen Lieder: sie wird regelmäßig aktualisiert und enthält durch eine enge Kooperation mit den internationalen Musikverlagen auch „druckfrische“ Werke.  

Darüber hinaus ist es der Kunstuniversität Graz ein besonderes Anliegen, dass – völlig unabhängig vom Abschneiden im musikalischen Wettstreit - ausnahmslos jede einzelne Teilnehmerin und jeder einzelne Teilnehmer einen persönlichen und künstlerischen Mehrwert aus ihrer bzw. seiner Teilnahme erfährt.

Dazu gehört eine in der Wettbewerbslandschaft einzigartige Feedback-Kultur: alle Teilnehmer_innen, die die jeweils nächste Runde nicht erreichen, haben die Möglichkeit zu einem persönlichen und ausführlichen Gespräch mit ausgewählten Juror_innen.

Dieser Wettbewerb soll ein Ort der Begegnung sein, an dem persönliche Kontakte geknüpft werden können, auf die man im späteren Berufsleben zurückgreifen kann. Vergleichbar einer internationalen Tagung versammeln sich in den Wettbewerbstagen renommierte Musikerpersönlichkeiten, Musikmanager_innen und Intendant_innen – und im Zentrum selbstverständlich die jungen Künstler_innen. Der #career-Tag ermöglicht allen eine Teilnahme an spannenden Workshops und Vorträgen. Auf die Preisträger_innen warten nicht nur attraktive Preisgelder und Folgekonzerte, sondern zusätzlich auch die Aussicht auf sechsmonatige Karriereberatung.

Spannende neue Kompositionen gibt es zu entdecken, für die Teilnehmer_innen, die Juror_innen und natürlich auch für das Publikum! Welche jüngst komponierten zeitgenössischen Werke nehmen die Teilnehmer_innen in ihr Repertoire auf? Wie lebensnah sind den Teilnehmer_innen die Lieder Schuberts und die Themen, die er darin aufgreift? Wie stellen sich die Finalist_innen der Herausforderung, das Finalwerk von Judith Weir in weniger als zwei Tagen einzustudieren, ohne vergleichende Tonaufnahmen, ohne die Unterstützung durch Lehrende?

All das zu erfahren und zu erleben macht den speziellen Reiz dieses Wettbewerbs aus, der weniger das konkurrenz-immanente „Gegeneinander“ als vielmehr das „Miteinander“ im Sinne einer universitären Verantwortung für die jungen Künster_innen in den Vordergrund stellen möchte.

Joseph BREINL

Teilnahmeberechtigt sind Musiker_innen aller Nationen und Staatenlose, die nach dem 15. Februar 1985 geboren sind.

Die Teilnahme ist in der Regel nur in einer Kategorie und nur mit einem Ensemble möglich. Ausnahmen bedürfender Bewilligung der Wettbewerbsleitung.