11. Kammermusikwettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne

Der 11. Internationale Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ (FS&MM) wurde aufgrund der Coronapandemie in zwei Tranchen - als Kombination von Online- und Präsenzrunden - abgehalten. Die Vorrunde fand von 5. bis 14. Februar 2022 in Form eines Video-Durchgangs statt und von 20. bis 24. Juli 2022 gingen das Semifinale und das Finale in Präsenz  an der Kunstuniversität in Graz über die Bühne.

Sparten

DUO FÜR GESANG UND KLAVIER (Lied)

TRIO FÜR KLAVIER, VIOLINE UND VIOLONCELLO (Klaviertrio)

Präsidium des Wettbewerbs

Chia CHOU, Vorsitz Klaviertrio
Joseph BREINL, Vorsitz Liedduo
Georg SCHULZ, Rektor
  • Chia Chou

    Chia Chou

    Übersetzung:

    Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Klaviertrio-Fans,

    ich heiße Sie zum kommenden internationalen Kammermusikwettbewerb “Franz Schubert und die Moderne” herzlich willkommen. Trotz nahezu unmöglicher Planungsbedingungen haben wir uns entschlossen, weiterhin unserer Verpflichtung, weltweit junge Klaviertrios zu finden und zu fördern, nachzukommen. Die Austragung 2022 wird nun mit einigen notwendigen Änderungen stattfinden. Wir müssen die erste Runde im Februar per Video abhalten, planen aber die Halbfinal- und Finalrunde im Juli als kompakte Sommerfestivalveranstaltung. Alle Nebenleistungen unseres Wettbewerbs, einschließlich der Feedback- und Karriere-Coaching-Sitzungen, werden beibehalten.

    Ich lade Sie ein, sich weiterhin der Musik und insbesondere dem Klaviertrio zu widmen und freue mich darauf, Sie zu hören und vielleicht auch bald hier in Graz zu treffen.

  • Joseph Breinl

    Joseph Breinl

    Transkription:

    Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sehr geehrte Jurorinnen und Juroren, meine Damen und Herren,

    als Vorsitzender der Sparte „Liedduo“ begrüße ich Sie ganz herzlich zur 11. Ausgabe des internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ der Kunstuniversität Graz.

    Von Johann Wolfgang von Goethe stammt angeblich der Satz: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt; der andere packt kräftig an – und handelt."

    In diesem Sinne hat die Wettbewerbsleitung "kräftig angepackt" und das Format des diesjährigen Wettbewerbs den coronabedingten Umständen angepasst. So wird die gesamte 2. Runde in ein digitales Format überführt. Wir freuen uns auf die zahlreichen Video-Einsendungen, die uns in den nächsten Wochen von den teilnehmenden Liedduos zugesandt werden. Neben dem Anspruch an musikalische Exzellenz tritt dabei auch eine Herausforderung in den Vordergrund, die gerade für junge Ensembles immer wichtiger wird, nämlich sich auch über digitale Formate optimal zu präsentieren.

    Der Sommer 2022 hält das Halbfinale und das Finale für uns bereit, dann wie gewohnt mit persönlichen Kontakten, spannenden neuen Begegnungen und einer ausgeprägten Feedback-Kultur. So vereint diese besondere Wettbewerbsausgabe das Digitale mit dem Analogen und spiegelt somit auch in den Formaten den Kern unseres Wettbewerbs wider, nämlich die Verbindung des Neuen mit dem Bewährten, den Brückenschlag zwischen dem Traditionellen und der Moderne.

    Ich wünsche allen Liedduos ein gutes Gelingen und viel Erfolg, den JurorInnen und Juroren eine kollegiale und inspirierende Zusammenarbeit, und uns allen viele beglückende musikalische Momente.

  • Georg Schulz

    Georg Schulz

    Transkription:

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikbegeisterte,

    Herzlich willkommen zum 11. Internationalen Wettbewerb "Franz Schubert und die Musik der Moderne". Dieser Wettbewerb passt ganz herausragend zur Kunstuniversität Graz, wollen wir doch den reflektierten Blick auf die Tradition mit einer intensiven Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik verbinden.

    Dieser Wettbewerb bietet den Kandidat*innen sehr viel: ein ausführliches Feedback, mein herzlicher Dank dafür an die Jury. Und viele Möglichkeiten der Auftritte für unsere Preisträgerinnen und Preisträger, die unsere zahlreichen Kooperationspartner ermöglichen, meinen herzlichen Dank an diese vielen Kooperationspartner, die unsere Preisträgerinnen und Preisträger zu Konzerten einladen; ist dieser Schritt in die Öffentlichkeit gerade auch in dieser Zeit doch etwas ganz besonders Wichtiges!

    Ergänzt wird dieses Angebot durch einen Wettbewerb um die besten Ideen und eine Präsentation von solchen Ideen zur Musikvermittlung.

    Ein internationaler Wettbewerb dieser Größenordnung wäre nicht möglich ohne die großzügige Unterstützung unserer Förderer, dem Land Steiermark und der Stadt Graz und unserer Sponsoren, der GRAWE, der BIG und dem ZONTA Club Graz.

    Herzlichen Dank dafür. Ihnen, liebe Zuhörer*innen und Zuschauer*innen, bietet sich die Möglichkeit der digitalen Partizipation und, ganz besonders, des Sommerfests für Kammermusik im Juli, wo Sie live die Semifinale und das Finale erleben können.

    Ich freue mich darauf.

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Ehrenschutz

Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich | Foto: Wolfgang Zajc

Ehrensenat

Steirischer Landeshauptmann, Christopher Drexler | Foto: Toni Muhr
Bürgermeisterin der Stadt Graz, Elke Kahr | Foto: Christian Jungwirth
Stadtrat für Kultur, Günter Riegler | Foto: Foto Fischer
  • Christopher Drexler

    Christopher Drexler

    Das Jahr 2022 steht im Zeichen der 11. Auflage des traditionsreichen Wettbewerbes Franz Schubert und die Musik der Moderne. Musikerinnen und Musiker aus 33 Nationen wurden mit 36 Liederduos und 24 Klaviertrios in den beiden Sparten „Duo für Gesang und Klavier (Lied)“ und „Trio für Klavier, Violine und Violoncello“ eingeladen, ihre herausragenden Fähigkeiten hier an der Kunstuniversität Graz bei einem der großen Klassik-Wettbewerbe Österreichs zu präsentieren.

    Leider stellt die Corona-Pandemie auch die Durchführung des Wettbewerbs vor Herausforderungen und erfordert nun einen Plan B.  So stellten die Musikerinnen und Musiker im Februar zunächst ihr Talent bei Videodurchgängen unter Beweis. Ein besonderes Highlight erwartet uns jedoch im Juli, wo wir im Rahmen des Sommerfests der Kammermusik in den Genuss kommen werden das Semi-Finale und Finale live in Graz zu erleben.

    Auch wenn die aktuelle Situation die Künstlerinnen und Künstler vor große Herausforderungen stellt, so ist meine Freude groß, dass die 11. Auflage des Wettbewerbs heuer stattfinden kann und sich die Kunstuniversität Graz ein weiteres Mal als Anziehungspunkt für junge Talente präsentiert. Denn ich bin überzeugt davon, dass es gerade jetzt für junge Musikerinnen und Musiker wichtig ist, ihrem Talent und ihrer Leidenschaft nachgehen zu können und den Raum für einen Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten zu haben.

    Ich bedanke mich beim Präsidium des Wettbewerbes rund um Rektor Georg Schulz sowie beim gesamten Team der Kunstuniversität Graz für ihr Engagement und ihre Flexibilität in der Organisation. Ich danke ebenso allen hochkarätigen Jurorinnen und Juroren sowie allen Musikerinnen und Musikern für ihren Einsatz und wünsche dem Publikum unvergessliche Momente, sowohl bei den Videodurchgängen im Februar als auch beim Fest der Kammermusik im Juli!

    Ihr Landeshauptmann, Christopher Drexler

  • Elke Kahr

    Elke Kahr

    Der Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ wurde zum ersten Mal 1989 auf Initiative von Otto Kolleritsch ins Leben gerufen. Das Thema des Bewerbs passt gut zur Stadt Graz, die viele Beispiele dafür aufweisen kann, wie Altes und Neues auf kreative Weise zusammengeführt werden kann.

    Franz Schubert besuchte Graz im allerletzten Abschnitt seines kurzen Lebens. Obwohl er 1823 zum Ehrenmitglied des Steiermärkischen Musikvereins ernannt worden war, betrat er erst am 3. September 1827 zum ersten Mal Grazer Boden und besuchte zwei Tage später eine Aufführung von Giacomo Meyerbeers Oper „Die Kreuzritter in Ägypten“. Beim Vortrag der Bass-Partie des Sultan Saladin sagte Schubert der Überlieferung nach zu seinem Freund Anselm Hüttenbrenner: „Du, ich halts nimmer aus, gehen wir ins Freie!“

    Diese Worte werden beim 2022 durch die Corona-Pandemie verzögerten elften FS&MM bestimmt nicht fallen. Frühere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind heute international bedeutende Interpretinnen und Interpreten. Durch die hochkarätige Jury und das Angebot rund um den Wettbewerb ist sichergestellt, dass Musikerinnen und Musiker wertvolle Erfahrungen sammeln und ihren Weg finden können.

    Ich bedanke mich bei der Kunstuniversität Graz für die Durchführung des Kammermusikwettbewerbs, der den Stellenwert unserer Stadt in der Musikwelt unterstreicht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich, dass sie Publikum und Jury begeistern – jedenfalls mehr, als es dem Bassisten im Jahr 1827 gelang – dabei handelte es sich übrigens um einen gewissen Johann Nestroy.

    Elke Kahr, Bürgermeisterin der Stadt Graz

  • Günter Riegler

    Günter Riegler

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Liedgesang und Kammermusik werden mit gutem Grund zu den avanciertesten Formen der sogenannten „E-Musik“ gezählt, das gilt für die Moderne nicht weniger als für die klassisch-romantische Epoche. Dies bedeutet naturgemäß, dass diese Musik an das Publikum, insbesondere auch an die Interpretinnen und Interpreten größte Ansprüche stellt.

    So freut es mich, dass die Kunstuniversität Graz auch 2022, und nun schon zum elften Male, den Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ ausrichtet. Veranstaltungen wie diese sind ja immer mehr als nur das ohnehin schwierige Ausloten und Vergleichen künstlerischer Fähigkeiten, sie sind zudem Erfahrungs- und Begegnungsmöglichkeiten für Musizierende und das Publikum, vor allem aber auch ein Versprechen für die Zukunft unseres Konzertlebens.

    Die hohe Zahl von Anmeldungen aus 40 Nationen beweist nicht nur die internationale Reputation dieses Wettbewerbs, sie ist auch eine sicht-, und wohl noch viel mehr hörbare Anerkennung für unsere Grazer Kunstuniversität.

    Als Stadtrat für Kultur und Wissenschaft danke ich allen, die „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ ermöglichen, wünsche dem Publikum spannende und bereichernde Interpretationen und insbesondere den Künstlerinnen und Künstlern alles Gute für den Wettbewerb und ihre weitere musikalische Laufbahn.

    Franz Schubert hat davon gesprochen, dass ein „Schimmer der Begeisterung“ über das Schöne „alles andere erhellen“ möge.

    In diesem Sinne alles Gute und viel Erfolg!

    Stadtrat Dr. Günter Riegler

Ehrenpräsident

Otto KOLLERITSCH, Rector emeritus