Stefan METZ

Stefan Metz wurde in Transsylvanien geboren. Er studierte Cello an der Musikhochschule von Bukarest. Später setzte er sein Studium bei Paul Tortellier fort. Ein Quartettkursus des Amadeus Quartettes führte ihn in die Niederlande, wo er 1976 das Orlando Quartett gründete. Mit diesem Quartett ist er bereits auf der ganzen Welt auf Tournee gewesen. Das Orlando Quartett hat mehr als zwanzig CD-Platten aufgenommen, wovon zwei mit dem „Grand Prix du Disque“ ausgezeichnet wurden.
1982 gründete Stefan Metz das Orlando Festival, ein internationales Kammermusikfestival. Als künstlerischer Leiter dieses Festivals hat Stefan Metz Aufträge an die Komponisten Alfred Schnittke, Tristan Keuris, András Szöllösy und Marius Constant vergeben, deren Streichquartette während des Orlando Festivals uraufgeführt wurden. György Kurtágs mannigfache zum Orlando Festival geleisteten Beiträge führten zu einer besonderen Beziehung zwischen ihm und Stefan Metz. Aufgrund dieser intensiven Zusammenarbeit spielte Stefan Metz viele Werke von Kurtág, u.a. während des Edinburgh Festivals, den Luzerner Festwochen, Wien Modern, dem Festival d’Automne in Paris. Mit dem Orlando Trio gewann er den „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ 2003 und 2004 den „Edison Klassiek“ für zeitgenössische Musik.
Stefan Metz hat mit Musikern wie Heinz Holliger, Nobuko Imai, Gidon Kremer, Menahem Pressler, Heinrich Schiff, mit dem Borodin Quartett und mit Mitgliedern des Amadeus Quartettes zusammengearbeitet.
Er gibt regelmäßig Meisterklassen in den Niederlanden, Deutschland, England und den Vereinigten Staaten. Auch wird er oft als Jurymitglied zu Streichquartettwettbewerben in Bordeaux, Florenz, London, Moskau und Prag eingeladen. Im Jahre 2001 gründete Stefan Metz die Niederländische Streichquartett Akademie (NSKA), eine post-graduate Ausbildung für außerordentlich talentierte junge Streichquartette.