Vorwort

Die Mitglieder des Präsidiums heißen alle TeilnehmerInnen und alle ZuhörerInnen beim 8. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ herzlich willkommen.

Wir freuen uns, dass sich so viele auf die Auseinandersetzung mit dem anspruchsvollen Repertoire eingelassen haben und laden die Öffentlichkeit hier in Graz dazu ein, an ihrer künstlerischen Erfahrung Anteil zu nehmen. Dafür danken wir, die Mitglieder des Präsidiums, allen TeilnehmerInnen sehr herzlich. Mit Anmeldeschluss im Oktober 2011 haben sich 93 Lied-Duos, 20 Trios für Klavier, Violine und Violoncello und 19 Streichquartette aus 38 Nationen gemeldet.

Wir sehen die Teilnahme an diesem Wettbewerb für junge MusikerInnen als eine große Investition in ihre künstlerische Zukunft. Das hier geforderte Repertoire – ein sehr außergewöhnliches in der Wettbewerbsszene – stellt in seiner gleichwertigen Gegenüberstellung von Tradition und Moderne eine große Herausforderung dar. Durch die Beschäftigung mit der Moderne wird zusätzlich auch der Blick auf das Werk von Franz Schubert geschärft. In der Reflexion ergibt sich ein neuer Blickwinkel zum besseren Verständnis auf die Kontinuität von Alt und Neu. Wir wollen junge MusikerInnen dazu ermuntern, sich mit einem Repertoire auseinanderzusetzen, das sie vielleicht ohne den Wettbewerb nie in Angriff genommen hätten. Durch die intensive Vorbereitung erschließt sich das zeitgenössische Repertoire auf besondere Weise und erleichtert es zukünftig, solches einzustudieren. Die investierte Arbeit wird so zu einer hilfreichen und notwendigen Sprosse auf der Karriereleiter.

Dieser Wettbewerb soll aber vor allem auch ein Ort der Begegnung von Gleichgesinnten sein, also von jungen MusikerInnen, die am Beginn ihrer jeweiligen musikalischen Karriere stehen. Sie befinden sich in einer Situation, in der es wichtig ist, die eigene Position zu bestimmen, die „Konkurrenz“ zu hören und sich an ihr zu orientieren. Wichtig ist es aber, nie zu vergessen, dass die punktuellen Leistungen während des Wettbewerbs immer nur eine Momentaufnahme widerspiegeln. Wie die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen vorangegangener Wettbewerbe zeigen, konnten auch jene, die keine Preise errungen haben, Bereicherndes aus Graz mit nach Hause nehmen, und das wünschen wir auch allen TeilnehmerInnen des Wettbewerbs 2012. Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, indem wir möglichst ideale Bedingungen schaffen.
In diesem Zusammenhang gebührt ein herzliches Dankeschön unserer Generalsekretärin Mag.a Britta Reininghaus, der es mit ihrem Team immer gelingt, das Umfeld für die TeilnehmerInnen angenehm zu gestalten. Jedenfalls geben wir ihnen die Möglichkeit, ihre musikalischen Interpretationen in einem wunderschönen künstlerischen Rahmen zum Klingen zu bringen: die Sparte „Streichquartett“ im historischen Palais Meran, ursprünglich Wohnhaus des Habsburgers Erzherzog Johann, und die Sparten „Duo für Gesang und Klavier (Lied)“ und „Trio für Klavier, Violine und Violoncello“ im Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH), das sich seit seiner Eröffnung am 1. März 2009 als Aufführungsort innovativer Kunst bereits überregional einen Namen gemacht hat.

Georg SCHULZ – Altrektor
Christine Whittlesey – Vorsitzende der Sparte „Duo für Gesang und Klavier (Lied)“, Professorin für Lied und Oratorium
Chia Chou – Vorsitzender der Sparte „Trio für Klavier, Violine und Violoncello“, Professor für Kammermusik – Klavier
Stephan Goerner – Vorsitzender der Sparte „Streichquartett“, Professor für Kammermusik – Streichinstrumente