Als Interpretin wichtiger Partien auf der Opernbühne, anspruchsvollem Lied- und Konzertrepertoire sowie geistlichen Werken hat sich Christiane Oelze international höchstes Ansehen erworben. Sie singt weltweit in den renommiertesten Opern- und Konzerthäusern und arbeitete mit berühmten Orchestern und Dirigenten zusammen, darunter Claudio Abbado, Pierre Boulez, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Sir John Eliot Gardiner, Michael Gielen, Carlo Maria Giulini, Nikolaus Harnoncourt, Christopher Hogwood, Marek Janowski, Fabio Luisi, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Kent Nagano und Sir Simon Rattle.

Zu den Höhepunkten der letzten Jahre zählten die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss (Israel Philharmonic / Christoph Eschenbach), Strauss-Lieder auf einer Tournee mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden / Neeme Järvi), Mahlers 4. Sinfonie beim Festival St. Denis (Orchestre National de France/Daniele Gatti) und beim Schleswig Holstein Musikfestival (NDR Sinfonieorchester / Christoph Eschenbach), Beethovens Missa Solemnis (Bamberger Symphoniker / Christoph Eschenbach), Mahlers 2. und 8. Sinfonie und Beethovens 9. Sinfonie (Gewandhausorchester Leipzig / Riccardo Chailly), Werke von Bach und Händel (Concentus Musicus Wien / Nikolaus Harnoncourt) in Wien und Luzern, Franz Schmidts Buch mit sieben Siegeln (Wiener Symphoniker / Fabio Luisi). Die Saison 2012/13 beinhaltet u. a. eine UA von Fazil Say und Weill-Songs in Dortmund (WDR-Sinfonieorchester Köln / Pablo Heras-Casado), Händels Saul in Stuttgart (Bach-Collegium Stuttgart / 
Helmuth Rilling), Mahlers Wunderhorn-lieder in Tokio (Tokyo Symphony Orchestra / Hubert Soudant), Mozart Requiem in Moskau und St. Petersburg (Moscow Chamber Orchestra / Vladimir Spivakov), Werke von Schönberg und Webern in Wien (RSO-Wien / Cornelius Meister), Liederabende u. a. mit Charles Spencer (Bonn und Wien) und Pierre-Laurent Aimard (Dortmund und London).

Im Opernfach profilierte sich Christiane Oelze insbesondere mit Mozartpartien, so als Pamina in der „Zauberflöte“ (unter anderem mit John Eliot Gardiner, Yehudi Menuhin und an der Bayerischen Staatsoper in München), als Susanna in „Le Nozze di Figaro“ (Salzburger Festspiele), später dann als Gräfin, sowie als Ilia in „Idomeneo“ (Glyndebourne Festival 2003). Sie reüssierte ebenso mit der Partie der Mélisande in Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“ (Glyndebourne) sowie in Rollen der klassischen Moderne wie etwa Regina in „Mathis der Maler“ von Hindemith und Anne Trulove in „The Rakeʼs Progress“ von Strawinsky. Ein glänzendes Rollendebüt gab Christiane Oelze als Sophie in Peter Konwitschnys Neuinszenierung des „Rosenkavalier“ unter Ingo Metzmacher an der Hamburger Staatsoper im Jahr 2002. In Christoph Marthalers Produktion von „Le Nozze di Figaro“ an der Opéra National de Paris sang Christiane Oelze die Rolle der Gräfin (Premiere April 2006, Wiederaufnahme April 2008). Im Oktober 2008 folgte an der Pariser Grand Opéra im Palais Garnier das Rollendebüt als Marenka in Smetanas „Die verkaufte Braut“ (im tschechischen Original).

Neben ihrer Tätigkeit im Opern- und Konzertbereich hat sich Christiane Oelze dem Aufbau eines anspruchsvollen und vielseitigen Liedrepertoires gewidmet, begleitet von Pianisten wie Mitsuko Uchida (Carnegie Hall New York), Pierre-Laurent Aimard (Mozartwoche Salzburg), Julius Drake, Rudolf Jansen, Graham Johnson, Malcolm Martineau, Roger Vignoles und von ihrem langjährigen Liedpartner Eric Schneider. Viele ihrer Liedaufnahmen ernteten großes Lob in der Fachpresse, darunter Lieder von Anton Webern (Deutsche Grammophon), Goethe-Vertonungen, und nicht zuletzt „Verbotene Lieder“ der Exilkomponisten Ullmann, Korngold und Weill.

Zu ihren jüngsten CD-Einspielungen zählen eine Aufnahme mit Liedern von Richard Strauss mit Eric Schneider, Gustav Mahlers Wunderhorn-Lieder und der 4. Symphonie mit dem Gürzenich-Orchester unter Markus Stenz, Beethovens Neunte Symphonie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi (RCA/SONY Music), Manfred Gurlitts „Dramatische Gesänge“ mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin für die „Phoenix-Edition“ sowie eine Aufnahme der Psalmen von Ernst Bloch mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin unter Steven Sloane für „Capriccio“.

Von 2003 bis 2008 unterrichtete Christiane Oelze als Professorin für Gesang an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf.