Das Wettbewerbsbüro ist nun „eröffnet“! Das Blogteam des FS&MM ist natürlich neugierig, wie die Stimmung im Wettbewerbsbüro ist, und begibt sich in das MUMUTH*, in dem sich das FS&MM-Headquarter während der Wettbewerbsphase befindet.

Der heutige Tag dient als Anreise- bzw. Anmeldetag für unsere Lied-Duos, wobei wir auch schon vereinzelt Klaviertrios entdeckt haben, diese sind ja auch leicht zu erkennen: Eine Person trägt einen Cellokoffer, die zweite Person einen Geigenkoffer, während die dritte Person, also der Pianist oder die Pianistin, instrumentenlos neben den Kollegen steht.

Die Teilnehmer, eingehüllt in dicke Jacken und Schals, kommen mit rollenden Trolleys, viele blicken etwas scheu und unsicher ins Wettbewerbsbüro und werden sofort vom FS&MM-Team mit einem herzlichen Lächeln empfangen.

Auf den Tischen liegen Zusatzinformationen ordentlich aufgestapelt, durch die sich neugierige Teilnehmer stöbern. Wir entdecken dabei auch den Wochenmenüplan der Uni-Mensa, der sogar ins Englische übersetzt wurde!

 

Teilnehmer aus aller Welt

Man merkt auch sofort, dass die Teilnehmer aus ganz verschiedenen Ecken der Welt kommen. Innerhalb wenigen Minuten hören wir verschiedene Sprachen durch den Raum hin und her fliegen: Deutsch, Englisch, Koreanisch, Japanisch, Französisch, Italienisch etc.

Egal, woher die Teilnehmer kommen, eine verbindliche und verbindende Frage hört man auch immer wieder: „Is there a wifi? („Gibt’s hier ein Wlan?“)

Mit Lyndsi Maus, einer in Graz studierenden US-amerikanischen Pianistin, komme ich ins Gespräch. Sie stellt mir ihren Duo-Partner, Lawrence Halksworth vor, der wiederum aus Großbritanien kommt und in Berlin lebt. „Ja, wir proben mal in Graz und mal in Berlin“, lacht Lyndsi auf. Eine Graz-Berlin-Connection sozusagen.

Die Sopranistin Martha Matscheko und ihr Pianist Elias Gillesberger erzählen, dass sie beide an der Anton-Bruckner-Privatuniversität studieren, sie freuen sich schon sehr auf die erste Runde, „durch diesen Wettbewerb haben wir so viel neues Programm dazu gewonnen, das wir so vielleicht nicht gelernt hätten.

Ich geselle mich zu einer kleinen Gruppe von zwei Duos, die sichtlich miteinander bekannt sind. Sie studieren in Deutschland (Leipzig und Mannheim) und Österreich (Wien). Ich erfahre, dass sie aber aus ganz verschiedenen Ländern kommen: Bariton-Bass Modestas Sedlevicius ist Litauer, seine Pianistin Anna Anstett kommt aus der Ukraine; Sopranistin Kristin Sveinsdottir kommt aus Island und ihre Duopartnerin Elena Postumi ist gebürtige Italienerin.

Wir freuen uns, dass die Lied-Duos den Weg nach Graz gefunden haben und wünschen euch allen eine schöne Zeit beim Wettbewerb und viel Glück für den ersten Durchgang!

PS. Ein Riesendank an das Team des Zentralen Informatikdienst (ZID), das unser WWW (webtechnisches WehWehchen) in wenigen Momenten geheilt hat.

 


*Was ist MUMUTH?

Die Abkürzung steht für das Haus für Musik und Musiktheater, das seit 9 Jahren am Campus der Kunstuniversität Graz thront. Geplant wurde das Haus für Musik und Musiktheater vom holländischen Architekturbüro UNStudio von Ben van Berkel nach einem international ausgeschriebenen Wettbewerb mit 212 Einreichungen. Als österreichischer Beitrag wurde das Architekturprojekt außerdem in der Biennale in Venedig ausgestellt (Fertigstellung: November 2008, Eröffnung: 1. März 2009).

Das MUMUTH dient seit der Eröffnung als Plattform für einen Diskurs der Moderne und experimentelle Kunstformen. Während des Wettbewerbsphase des FS&MM dient es als Headquarter sowie Austragungsort für die Sparte Klaviertrio. Heuer kann man erstmals die Finalkonzerte aller drei Sparten (Lied-Duo, Klaviertrio und Streichquartett) im MUMUTH in Serie erleben (Finaltag: Erlebnis für alle)

Text: The Schubidu Quartet / Chia-Tyan Yang
Fotos: The Schubidu Quartet / Thomas Raggam

Das Kleingedruckte mal ganz groß:

Aus Gründen der Satzschönheit und Lesbarkeit verzichten wir ebenfalls auf explizites Gendern in allen von uns produzierten Inhalten.
Wir danken für euer Verständnis, euer Schubidu Quartett.